Pa. Iv. 25.404: Indirekter Gegenentwurf zur Stopfleber-Initiative
7. Dezember 2025
GastroSuisse befürwortet einen Gegenvorschlag mit strengen Produktionsvorgaben. Solche Importbeschränkungen sind klar zielführender als ein Importverbot von Foie Gras:
- Ein Importverbot verbessert die Tierhaltung im Ausland nicht. Nur mit strengen Produktionsauflagen nimmt die Schweiz Einfluss auf die Tierhaltung.
- Solche qualitativen Vorgaben erhöhen das Tierwohl über die gesamte Lebensdauer und nicht nur während der kurzen Stopfperiode.
- Höhere Standards führen zu höheren Preisen und zu einem geringeren Konsum.
- Ein Import unter Auflagen verhindert, dass sich der Konsum ins grenznahe Ausland verschiebt.
Quantitative Einschränkungen und Verbote bei gewerbsmässigen Einfuhren verhindern den Konsum nicht. Sie fördern stattdessen den Einkaufs- und Gastrotourismus zulasten des inländischen Gewerbes. Damit ist dem Tierwohl nicht gedient. Importeure und Gütesiegel wie IGP oder Label Rouge machen den Produzenten bereits heute Auflagen. Basierend auf solchen Auflagen könnte die Schweiz strengere Anforderungen beschliessen und für alle importierten Produkte voraussetzen. Im Falle von rein quantitativen Einschränkungen würde die Schweiz ihren Einfluss auf die Tierhaltung im Ausland jedoch reduzieren, ja gar verlieren. Damit wäre dem Tierwohl überhaupt nicht gedient.