Kantonale Bestimmungen zur Covid-19-Härtefallregelung

Am 08. Februar 2022 ist die neue Covid-19-Härtefallverordnung 2022 in Kraft getreten. Die Verordnung regelt die Entschädigung der ungedeckten Kosten zwischen Januar und Juni 2022, die im Zusammenhang mit behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie entstanden sind. Untenstehend sind die wichtigsten Voraussetzungen auf Bundesebene aufgeführt.

Das Unternehmen muss:

  1. vor dem 01. Oktober 2020 in das Handelsregister eingetragen worden sein oder, bei fehlendem Handelsregistereintrag,
    vor dem 01. Oktober gegründet worden sein.
  2. im Durchschnitt der Jahre 2018 und 2019 einen Umsatz von mindestens 50 000 Franken erzielt haben sich zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs nach dieser Verordnung nicht in einem Konkursverfahren oder in Liquidation befinden.
  3. sich zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs nicht in einem Betreibungsverfahren für Sozialversicherungsbeiträge befinden.
  4. entweder zwischen dem 1. November 2020 und dem 30. Juni 2021 für insgesamt 40 Tage behördlich geschlossen worden sein 
  5. oder im Jahr 2020 infolge behördlich angeordneter Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie einen Umsatzeinbruch von mindestens 40 Prozent gegenüber der Jahre 2018/2019 ausweisen.  

Für Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 5 Millionen Franken liegt die Höchstgrenze des Entschädigungsbeitrags bei höchstens 9 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes und höchstens 450 000 Franken für den Zeitraum Januar bis Juni 2022. Für Unternehmen mit einem Jahresumsatz über 5 Millionen Franken liegt die Höchstgrenze des Entschädigungsbeitrags bei höchstens 9 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes und höchstens 1 200 000 Franken für den Zeitraum Januar bis Juni 2022 bzw. bei höchstens 9 Prozent und 2 400 000 Franken, wenn das Unternehmen mitunter neues liquides Eigenkapital eingebracht hat.

Alle weiteren Anspruchsvoraussetzungen und Informationen über die Ausgestaltung der Härtefallmassnahmen entnehmen Sie der Verordnung. Die Umsetzung der Verordnung obliegt weiterhin den Kantonen. Fragen hierzu richten Sie bitte direkt an Ihren Kantonalverband.